Wachstum oder Flucht? Gelebte Spiritualität - so geht`s
Ein Beitrag über Emotionale Reife und was es bedeutet Spiritualität zu Verkörpern.
Kennst du das? Du setzt dich auf dein Meditationskissen – alles wird still.
Ein Moment voller tiefer Verbundenheit.
Doch dann beginnt der Tag.
Du stehst im Stau.
Eine Nachricht, die dich triggert.
Die Kaffeemaschine, die nicht funktioniert.
Du reagierst genervt.
Plötzlich bist du nicht mehr der Mensch, der so ruhig auf dem Kissen sass.
Ich kenne das gut.
Ich meditiere seit ich 12 Jahre alt bin und habe tausende Stunden Yoga praktiziert – Aber mein Leben war von Eifersucht, Selbstzweifel und emotionalem Essen geprägt.
Ich bin geflüchtet – in das ständige „Wegmachen“ der Gefühle. Durch meine Spirituelle Praxis, durch Alkohol & Drogen.
Ich dachte lange, ich müsste einfach noch mehr meditieren.
Bis ich erkannt habe: Es ist nicht die Meditation, die mich befreit – sondern Psychologie.
Das tiefe Verstehen davon, wie ich funktioniere, welche inneren Überzeugungen in mir wirken, welche Verletzungen mich steuern, welche Vorwürfe noch immer in mir sind.
Radikale Selbstverantwortung und die innere Arbeit mit den eigenen Themen.
Das ist die Grundlage für gelebte Spiritualität.
Wie du echte Spiritualität Verkörperst
1. Wende dich deinen Gefühlen zu
Statt unangenehme Gefühle wegzumachen, lade sie ein, da zu sein. Die Wut, den Schmerz die Trauer...
Frag dich:
Was ist die Kernbotschaft, von diesem Gefühl?
Was braucht jetzt gerade Aufmerksamkeit?
Und wenn du es weghaben willst, frage:
Welcher Anteil in mir hat das Gefühl, stark sein zu müssen?
Welcher Anteil in mir glaubt, dass ich diese Gefühle nicht halten kann?
2. Spiritualität im Alltag, statt auf dem Kissen
Hilf der alten Nachbarin
Sag jemandem, dass du sie/ihn liebst
Zeig dich verletzlich
Sei mitfühlend - auch ausserhalb deiner Bubble
Frage dich mehr: Was kann ich geben? (Und weniger: Was kann ich nehmen?)
Sei radikal ehrlich zu dir und deiner Umgebung
3. Verbinde Spiritualität mit Psychologie
Emotionales Wachstum ist die Grundlage für spirituelle Reife.
Das bedeutet:
Dich deinen Themen zu stellen
Verantwortung für dein Glück zu übernehmen
Dich selbst liebevoll zu halten - mit allem was ist
4. Vollständig & uneingeschränkt du sein
Du brauchst nicht noch ein Tool. Du brauchst nicht noch mehr Spiritualität . Du brauchst den Mut, mit allem zu sein, was in dir ist.
Deine Wildheit, deine Sanftheit, deine Verletzlichkeit...
Lebe alle deine Anteile.
Begieb dich voller Neugierde auf eine innere Entdeckungsreise.
Ich wünsche dir viel Freude auf deinem Weg, der kompromisslosen Selbstentfaltung.
Der Verkörperung von DIR.
Mit allen Schatten und allem Licht.
Mutig.
Echt.
Frei.
Spirituell - Auf dem Kissen & im "Daily life"!